Brecht, Bertolt, Schriftsteller (1898-1956)


Maschinbrief mit eigh. Paraphe "b", 1 Seite, kl-4, Berlin, Deutsches Theater, 29. 12. 1948. - An Caspar Neher in Zürich über dessen geplante Mitwirkung an einer Brecht-Aufführung in Berlin, für die Neher offensichtlich kein österreichisches Visum bekommen konnte. - Auf zeittypischem minderwertigem Papier; kleiner hinterlegter Faltenriss, Tintenspur in der rechten oberen Ecke (wohl Fingerabdruck Brechts).

Aufschlussreicher, die Schwierigkeiten der Nachkriegszeit beleuchtender Brief aus den ersten Wochen nach Brechts Rückkehr aus dem Exil. Der deutsch-österreichische Bühnenbildner und Librettist Caspar Neher (1897-1962) war Brechts Mitschüler und Freund und arbeitete bereits vor dem 2. Weltkrieg mit ihm zusammen. Seit 1948 österreichischer Staatsbürger, war er in der Nachkriegszeit bei den Salzburger Festspielen sowie in Zürich, München und Berlin engagiert. Brecht kehrte im Oktober 1948 über die Schweiz aus den USA nach Deutschland zurück und konnte nunmehr am Deutschen Theater in Ost-Berlin seine eigenen Stücke inszenieren. 1950 erhielt er auf Initiative des Komponisten Gottfried von Einem die österreichische Staatsbürgerschaft, was in Österreich heftige Proteste auslöste. Hier wurde von einflussreichen Persönlichkeiten die Aufführung seiner Werke lange Zeit erfolgreich hintertrieben.

1902-9
€ 1200,-

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